Das Vulnerabilitäts-Stress-Modell


Transkribierte Video im Wortlaut:

Im Vulnerabilitäts-Stress-Modell wird die individuelle Verletzlichkeit mit einem Fass beschrieben, das unterschiedlich schnell zum Überlaufen gebracht werden kann. Das Wasser, mit welchem das Fass befüllt wird, soll dabei beruflichen und privaten Stress sowie soziale Belastungen darstellen. Jeder Mensch hat ein unterschiedlich großes Fassungsvermögen und ist daher unterschiedlich belastbar. Hat das Fass einen höheren Boden, zeigt dies die hohe Vulnerabilität eines Menschen an. Läuft das Fass über, kommt es zur psychischen Erkrankung. Menschen, die an einer Depression, einer Angststörung oder einer anderen psychischen Störung erkranken, haben ein geringeres Fassungsvermögen. Ihre Vulnerabilität ist erhöht. Auch wenn viele verschiedene Faktoren eine psychische Krankheit auslösen oder begünstigen können, beschreibt das Vulnerabilitäts-Stress- Modell die individuellen Grenzen des Patienten. Menschen mit geringerer Vulnerabilität werden erst bei hoher Stressintensität krank. Menschen mit hoher Vulnerabilität bereits bei niedriger. Bei psychisch erkrankten Menschen soll die Vulnerabilität durch verschiedene therapeutische Maßnahmen verringert werden. Es gilt eine Art Überlaufschutz für das Fass zu errichten. Dies wird mit Hilfe von Medikamenten, Psychotherapie und psychosozialen Maßnahmen erreicht.