5 Fakten zum Burnout-Syndrom - Der Faktencheck

Transkribiertes Video im Wortlaut:

Der Faktencheck

Betrachten wir zunächst fünf Fakten zum Verständnis des Burnoutsyndrom. 

Fakt 1: Wir sprechen vom Burnout-Syndrom.

Ein Syndrom bezeichnet das Zusammentreffen verschiedenartiger Symptome, also verschiedenartiger Anzeichen oder Auslöser von Störungen. Die Gesamtheit der Symptome, die einen Burnout auslösen kann, lässt sich nicht klar abgrenzen. Sie ist von Mensch zu Mensch verschieden unabhängig von Alter, Geschlecht oder Berufsgruppe. Entsprechend individuell erfolgt Entwicklung und Verlauf des Burnoutprozesses.

Fakt 2: Burnout ist ein Prozess, kein Zustand.

Bei Burnout handelt es sich nicht um einen Zustand, sondern um einen Prozess, der in verschiedene Phasen eingeteilt werden kann. Er beginnt schleichend und unauffällig. Er wird auch als Burnout Spirale beschrieben. Bei jeder Windung nach unten verstärken sich die Störungen. Wichtig ist es, der Burnout Spirale rechtzeitig zu entfliehen.

Fakt 3: Burnout ist nicht zu verwechseln mit Stress oder Depressionen.

Ein Burnout Prozess wird oftmals durch länger andauernden und überhöhten Stress mit ausgelöst. Und hat erst einmal ein solcher Burnout Prozess eingesetzt, dann kann dies in eine Depression münden, eine ernsthafte psychische und seelische Erkrankung. Den Ursache-Wirkungs-Zusammenhang müssen wir im Auge behalten.

Fakt 4: Burnout ist als eigenständige Erkrankung nicht definiert.

Der Begriff Burnout ist eher der Oberbegriff für bestimmte Arten von Krisen, die mit unauffälligen Anfangssymptomen beginnen und mit schwersten Störungen oder Suizid enden können. Es handelt sich um keine Krankheit, sondern um einen Prozess. Niemand brennt von heute auf morgen aus und hat auf einmal Burnout

Fakt 5: Burnout muss nicht unbedingt mit Arbeit und Beruf zu tun haben.

Heute weiß man, Burnout ist ein Phänomen, das jeden treffen kann. Praktisch jeder, der über einen längeren Zeitraum Stress, Ärger, Enttäuschung und so weiter erlebt, egal ob im Beruf oder sonst im Alltag ist potenziell burnoutgefährdet.